Kandidatur

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Ich stelle mich zur Wahl als Bürgermeister für Blankenfelde-Mahlow.

Hier finden Sie meinen Wahlkampf-Flyer (hier als PDF).
Weiter unten beantworte ich einige oft gestellte Fragen. Schicken Sie mir weitere Fragen (EMail), ich will sie gerne beantworten.

Warum wollen Sie Bürgermeister werden?

Mein Beruf als Ingenieur und Wissenschaftler ist spannend und produktiv.  Dennoch liegt mir die Gemeinde sehr am Herzen. Meine Kinder sind hier in Kita und Schule gegangen, ich habe einen Sportverein aufgebaut, viele Freundschaften geschlossen und bin seit 15 Jahren intensiv (ehrenamtlich) kommunalpolitisch aktiv. 

Blankenfelde-Mahlow ist die Heimat von mir und meiner Familie. Die Gemeinde könnte sich in den nächsten Jahren stark verändern. Daher will ich sie in guten Händen wissen und nicht abwarten, ob sich ein guter Bürgermeister findet oder nicht. 

Wenn man etwas gut machen will, muss man es selbst machen!

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Wie sehen Sie die Aufgaben eines Bürgermeisters?

Aus meiner Sicht hat er vier Kernaufgaben:

Als „Navigator“ hat er immer die aktuelle Entwicklung der Gemeinde im Blick. Er informiert Gemeindevertretung und Öffentlichkeit regelmäßig dazu, berät sich, nimmt Anregungen auf und schlägt rechtzeitig wegweisende Entscheidungen vor: Zum Wohnungsbau, Verkehrsführung, Sportstätten, altersgerechtes Wohnen, Kita-Neubau, Infrastruktur, Flächennutzung, Umwelt- und Klimaschutz…
Er muss über den Tellerrand schauen können und Weitblick, Vorstellungskraft und Pragmatismus verbinden können. 

Als Moderator muss er um Mehrheiten für wichtige Projekte werben. Denn nur wenn Gemeindevertretung,  Bürgerschaft und Verwaltung gemeinsam an einem Strang ziehen, kann etwas Gutes und Dauerhaftes entstehen. 
Hier kommt es sehr auf Erfahrung, Vertrauen und Fingerspitzengefühl an. Ein Bürgermeister mit „dem Holzhammer“ wird ebenso scheitern, wie einer, der allen nach dem Munde redet.

Als Interessenvertreter der Gemeinde gegenüber der Öffentlichkeit, dem Landkreis, dem Bundesland und allen anderen wichtigen Institutionen braucht er Außenwirkung und Überzeugungskraft. Ein selbstbewusstes Auftreten mit Klarheit und „Format“ ist dabei natürlich nützlich. Allerdings zählt am Ende das Ergebnis, und nicht, ob man am lautesten gejammert hat…

Als Leiter der Verwaltung trägt er die Verantwortung für die Mitarbeiter, und die Qualität ihrer Leistungen. Die Motivation, Kompetenz und Außenwirkung der Mitarbeiter hängen auch vom Führungsverhalten des Bürgermeisters ab. Ich sehe die Verwaltung als wertvollsten Partner von Bürgerschaft und der Politik – und nicht als Gegner.

Der Bürgermeister hat nur eine von 33 Stimmen in der Gemeindevertretung. Er kann nichts erzwingen und braucht deshalb sowohl eigene Zukunftsvorstellungnen als auch besonderes Geschick als Vermittler zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Politik. Hierfür zählt Persönlichkeit!

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Warum sollte man gerade Sie wählen?

  1. Als Ingenieur und Wissenschafter gehe ich Dinge sachlich, strukturiert und faktenbasiert an. Dabei arbeite ich nicht isoliert, sondern in größeren Teams. Dabei kommt es darauf an, eigene Vorstellungen zu vermitteln und andere Mitarbeiter einzubeziehen und zu motivieren. Ich denke, meine Arbeitsweise, mein Führungsverhalten und überhaupt meine Erfahrungen außerhalb einer reinen Verwaltung können sehr nützlich sein.
  2. Ich bin lange (seit 2003) als aktiver Kommunalpolitiker tätig. Meine Wahl zum Vorsitzenden der Gemeindevertretung Blankenfelde-Mahlow und später zum Vorsitzenden des Kreistags Teltow-Fläming zeigen, das ich kein engstirniger „Hardliner“ bin, sondern eher ein sachlicher Pragmatiker, der überparteilichen Respekt genießt.
  3. Ich stehe zu meinen Überzeugungen, wobei mir zugleich klar ist, dass ein Bürgermeister oft zwischen ganz verschiedenen Interessen vermitteln muss. Oft sind Geduld, Gesprächsbereitschaft und Kompromisse notwendig. Meine besonnene, offene und verbindliche Art hilft dabei. Ich kann mich zurücknehmen, wenn es der Sache dient.

Meine Kandidatur ist keine Verlegenheitsaktion, sondern erfolgt mitten aus einem erfolgreichen, aktiven Berufsleben heraus.
Ich verbinde Berufs- und Führungspraxis (außerhalb einer „Verwaltungsblase“) mit langjähriger politischer Erfahrung, persönliche Motivation und überparteilichem Respekt.

Was ist Ihnen besonders wichtig?

Zwei Punte sind mir besonders wichtig.

Die erste Besonderheit unserer Gemeinde ist ihre Lage. Bei uns treffen sich zwei Welten: Auf der einen Seite eine der spannendsten und quirligsten Metropolen der Welt. Und auf der anderen Seite die grüne, landwirtschaftlich geprägte Region.
Mir ist besonders wichtig, den grünen Charakter der Gemeinde zu erhalten, ohne den Austausch mit Berlin einzuschränken. Morgens in der Stadt arbeiten, nachmittags auf dem Naturpfad joggen, abends – ganz nach Geschmack – in die Disko oder Oper gehen. Das ist bei uns möglich!

Zweitens ist unsere Einwohnerschaft bunt „zusammengewürfelt“, denn es gab seit vielen Jahrzehnten immer wieder „Schübe“ von neuen Einwohnern. Eine über Generationen gewachsenen Struktur findet man selten. Mir ist deshalb besonders wichtig, die Menschen hier zusammen zu bringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, hier Heimat zu finden. Ein wichtiger Punkt hierfür ist eine rege Vereinstätigkeit, bei der jede und jeder Gleichgesinnte treffen kann.
Mir ist es zudem wichtig, alle Einwohner bei kommunalen Entscheidungen mitzunehmen, auch wenn man es nicht immer allen recht machen kann. Jeder verdient Gehör und Respekt. Umfassende und rechtzeitige Information, geduldige Erklärungen und offene Diskussionen sind die Grundlage einer Gemeinde, in der jeder gefragt ist und in der man sich wohl fühlt.

Heimat finden in der grünen Gemeinde vor den Toren Berlins.

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Wie stehen Sie zu einem Schwimmbad in Blankenfelde-Mahlow?

Die Gemeindevertretung hatte vor wenigen Jahren ein umfangreiches Fachgutachten erstellen lassen. Es wurde ermittelt, 
– was ein Schwimmbad-Bau kostet (ab 5 Mio),
– wie hoch der jährliche Aufwand für den Unterhalt ist (ab 0,4 Mio) 
– und mit welchen Nutzerzahlen etwa gerechnet werden kann (ca. 5000/Jahr). 

Ja, die Gemeinde könnte sich ein Schwimmbad leisten. Aber wegen der Bäder in den umliegenden Gemeinden (Berlin, Schönefeld, Ludwigsfelde) wird es immer ein teures Zuschussgeschäft bleiben. Das muss man wissen und gegen die Projekte abwägen die dann nicht finanziert werden können.

Ein Projekt dieser Größenordnung wird von der Gemeindevertretung nach ausführlicher Beratung beschlossen und nicht als Wahlgeschenk verteilt.

Als Bürgermeister würde ich zur Zeit vom Bau eines Schwimmbads abraten. Aktuell brauchen wir Kitas, sozialen Wohnraum und guten Nahverkehr dringender.

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Wie wollen Sie die Einbruchszahlen verringern?

Von Einbrüchen ist das gesamte Umland Berlins betroffen. Die Zahlen sind zwar etwas rückläufig, aber auf hohem Niveau (Link).

Ich unterstütze die Forderung nach mehr Polizeipräsenz und einer Polizeiwache in der Gemeinde. Diese Forderung erheben wir als Gemeinde übrigens schon lange bevor es eine AfD gab. Allerdings ist Polizei Ländersache, deshalb ist das Land verantwortlich und Ansprechpartner für die Polizeiarbeit.

Die Zusammenarbeit mit der zuständigen Polizeidirektion will ich intensivieren und in der Verwaltung einen Informationspunkt für Hausbesitzer zum Schutz gegen Einbrüche einrichten. 

Der Druck auf die Landesregierung zur Polizeidichte kann nur im Verbund mit anderen Kommunen und deren Vertretungen (z.B. dem Städte- und Gemeindebund) erhöht werden. Wer hier als Bürgermeister-Kandidat „Wunder“ verspricht, ist nicht seriös!

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Wie sorgen Sie für ausreichend Kita-Plätze?

Die Aufhebung der Blockade (wg. Flugrouten) einiger Baugebiete zusammen mit dem steigenden Preisdruck in Berlin hat zu einem kleinen Boom in Zuzug, Bebauung und auch in der Nachfrage an Kitaplätzen geführt. Die Gemeinde hat zwar in den letzten Jahren ihre Kitas ertüchtigt, erweitert und auch neu gebaut (z.B „Kinderplanet“), doch die aktuelle hohe Nachfrage an Kita-Plätzen kam überraschend. 

Geld ist nicht das Hauptproblem, Zeit ist es. Die Kinder müssen JETZT untergebracht werden. Vorhandene Kapazitäten auszubauen geht zunächst schneller als ein Neubau. Hierfür müssen kurzfristig Personal gewonnen und Räume ertüchtigt werden. Parallel dazu muss rasch mit Planung und Umsetzung mindestens einer weiteren Kita begonnen werden. Dies hat die Gemeindevertretung auch aktuell in Arbeit.

Als Bürgermeister werde ich einen zentralen Anlaufpunkt für junge Eltern für alle Fragen rund um die Kinderbetreuung (Kita, Schule, Hort, Freizeit, Nachhilfe, Beratung) in der Gemeinde einrichten.

Geld ist nicht das Hauptproblem, Zeit ist es.
Die Kinder müssen JETZT untergebracht werden.

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Wie soll die Gemeinde mit dem BER umgehen?

Die Gemeinde ist schon lange mit dem BER befasst. Der Widerstand wird auf der Verwaltungsseite vor allem auf juristischer Ebene geführt – gegen Nachtflug, für aktiven und passiven Lärmschutz, gegen die Ausweitung der Kapazitäten, gegen die dritte Startbahn und mehr. Dies will ich natürlich im Auftrag der Bürgerschaft und der Gemeindevertretung fortsetzen.
Auch für dieses „dicke Brett“ braucht man starke Partner. Für die Verwaltung ist hier besonders die „Schutzgemeinschaft der Umlandgemeinden“ wichtig, eine Vereinigung, die das Auftreten gegen den BER koordiniert und die z.T. teuren Rechtsgutachten und Verfahren gemeinsam finanziert.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Flughafen wohl nicht mehr grundsätzlich zu verhindern ist. Deshalb muss sich die Gemeinde auch auf den „Plan B“ vorbereiten, sich also auf den Umgang mit dem Großflughafen in unmittelbarer Nähe einstellen.

Für mich stellt sich die Herausforderung, eine lebenswerte Gemeinde trotz Großflughafen zu erhalten. Dazu brauchen wir starke Partner: Bürgerinitiativen, Nachbargemeinden, Schutzgemeinschaft, Partner in Landes- und Bundespolitik.
Und nicht zuletzt unsere eigene Motivation, uns „trotzdem“ eine schöne Gemeinde zu gestalten!


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